Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum es so viele Alternativmedizin-Richtungen gibt, die alle eine Alternative für die Schulmedizin sein wollen, wobei natürlich jede einzigartig ist und unvergleichlich und am liebsten auch noch pur genauso angewendet werden sollte?

Dabei geht es logisch gar nicht, denn das Wort Medizin kommt aus dem Lateinischen „in mediam ducere“ – auf deutsch: in die Mitte führen.

Mein Weg in meine Mitte ist aber mein ganz persönlicher Weg, den kann kein anderer kennen. Auf diesem Weg werde ich von meiner Seele geführt.
Auf diesem Weg ist es hilfreich sich von Ärzten, Heilpraktikern, Heilern, Therapeuten oder Coaches begleiten zu lassen, damit es einfacher ist und ich nicht jeden Fehler selbst noch einmal machen muss.

Doch diese Begleitung kann auch zu einer Falle werden, wenn ich die Führung an den Begleiter abgebe. Wenn ich ihn zu meinem Führer, also meinem Mediziner wähle, und meine Seelenführung vergesse.

Diese Falle ist gut versteckt und tief in unserem Gehirn verankert, so dass das unbewusst auf beiden Seiten passiert.

Wenn wir gesundheitliche Probleme haben, gehen Schalter im rechten Stammhirn an, da das lebensnotwendige Bedürfnis nach Gesundheit nicht erfüllt ist. Wenn wir dann auch noch unsicher sind und nicht genau wissen, was wir mit den Symptomen anfangen sollen und wenn wir wollen, dass sie ganz schnell weg gehen, gehen außerdem Schalter im linken Stammhirn an, so dass es zu einem Zustand kommt, der sich nach dem Modell der 5 biologischen Naturgesetze Stammhirnkonstellation nennt.
Als Folge davon sinkt unser Intelligenzquotient auf Eidechsenniveau. Unser Verstand setzt aus und wir werden entscheidungsunfähig. Unser inneres Tier, unsere angelernten Reflexe übernehmen die Kontrolle.
Und was haben wir in unserer Evolutionsgeschichte gelernt?
Wenn Mama nicht mehr weiter wusste, ist sie mit uns zum Arzt, Priester oder Guru gegangen, und der konnte immer helfen.

Was passiert jetzt, wenn wir in diesem Zustand zum Arzt oder Therapeuten kommen?
Der Arzt sieht jetzt ein entscheidungsunfähiges Wesen vor sich sitzen, das sich nicht selbst zu helfen weiß. Da er extra deswegen Arzt geworden ist, um den Menschen zu helfen, gehen bei ihm die Therapeuten-Schalter im Kleinhirn an. Im Modell der 5 biologischen Naturgesetze nennt sich das Milchdrüsen-Konstellation. Also der Zustand, in den auch die Mütter gehen, wenn ihre Kinder und Partner sich nicht selbst helfen können.

Wenn der Arzt, Therapeut oder auch die Mutter in diesem Moment nicht so bewusst sind, dass sie mitbekommen, was sie tun, werden sie uns die Verantwortung abnehmen und die Führung übernehmen. Ob wir das nun mit unserem Verstand wollen oder nicht, werden unsere inneren Tiere das doch so tun.
Erst recht, wenn wir vorher eine lange Predigt über die Übernahme der Selbstverantwortung gehalten haben 😉

Wenn unser so gewählter Führer, egal ob es ein Arzt oder die Mutter war, uns nicht so geführt hat, wie unsere Seele das wollte, kommt es irgendwann zum bösen Erwachen und wir werden vielleicht aggressiv, weil der andere durch die Abnahme der Verantwortung unsere Identität verletzt hat, und damit die Ärger-Schalter in der Großhirnrinde betätigt hat.
Wie wir diese Aggressivität dann ausleben, hängt von vielen anderen Schaltern ab. Dann betiteln wir Ärzte und Heiler als Scharlatane und wir beanspruchen vielleicht die Gerichte.
Ich kann die Ärzte sehr gut verstehen, die sich davor durch Befolgung von Pharma-Protokollen schützen, denn dann verteidigt sie die Ärztekammer.
Dass wir daran selbst beteiligt waren und die Einladung dafür unbewusst ausgesprochen haben, vergessen wir dann sehr schnell.

Aber wir können dem auch vorbeugen, indem wir den Körper verstehen lernen und neue Handlungsmöglichkeiten finden. Dafür ideal sind die Praxisräume und Handlungsräume in der Online-Sprechstunde für den Verstand.

Wenn wir als Arzt oder Therapeut zu dem Punkt kommen, dass unsere Führer (egal ob es nun die Ärztekammer, der Staat oder wer auch immer ist) nicht alles wissen, und uns nicht auf unserem Seelenweg geführt haben, könnte das auch zum Auslösen der Ärger-Schalter führen.
Wenn dadurch der Ärger-Schalter in der rechten Großhirnrinde aktiviert wird und gleichzeitig auch der Angst-Schalter um unser Revier oder unsere aufgebaute Identität in der linken Großhirnrinde, dann fehlt nur noch das Kippen der Hormonwaage, dass wir mehr Testosteron als Östrogen haben, und schon bauen wir uns im Stillen ein neues Revier. Wir erfinden eine neue Medizinrichtung. Eine Alternativmedizin.

Wenn wir uns dann sicher sind, und in dieser neuen Alternativmedizin unsere Identität gefunden haben, dann brauchen wir noch eine Aktivierung des Angst-Schalters in der rechten Großhirnrinde und wir gehen auf die Suche nach Anhängern unserer Alternativmedizin. Wir schreiben Artikel oder Bücher. Neumodisch schreiben wir natürlich Blog-Beiträge und tummeln uns in den sozialen Netzwerken.

Dabei stoßen wir aber auf andere Menschen mit ihren Ansichten und ihren persönlichen Alternativmedizinen, die natürlich auch die Schulmedizin sein kann.

Wenn wir jetzt euphorisch lospreschen und die Anderen von unserer Medizin überzeugen wollen, dann werden wir höchstwahrscheinlich auf Ignoranz und Ablehnung stoßen.
Denn was passiert: Der Andere denkt dann vielleicht, dass er etwas falsch gemacht hat und dass das was er macht nicht gut und richtig ist. Damit aktivieren sich bei ihm aber die Ärger-Schalter.
Wenn er durch uns dann auch das Revier in Gefahr oder die eigene Identität bedroht fühlt, dann aktivieren sich außerdem noch die Angst-Schalter.
Mit dem Angst-Schalter in der linken Großhirnrinde wird er uns nicht mehr zuhören können.
Mit dem Angst-Schalter in der rechten Großhirnrinde wird er uns verbal angreifen oder in endlosen Geschichten seine Identität verteidigen.

Und der Krieg kann beginnen:
Denn wenn wir uns jetzt davon auch angegriffen fühlen, dann kann das zu einem endlosen Schlagabtausch führen, bei dem es nicht wirklich einen Gewinner geben kann.
Erst wenn wir aufwachen und erkennen, dass es keine Medizin für alle geben kann, sondern dass jeder seinem eigenen Seelenweg folgen muss, um glücklich zu werden, können wir auch selbst Frieden in uns finden, und damit Wege, wie wir es schaffen aufeinander zuzugehen.

Es wäre doch herrlich, wenn die verschiedenen Medizinrichtungen ihr Wissen miteinander teilen würden, so dass etwas Größeres und Umfassenderes dabei herauskommt, damit wir die Faszination unseres Körpers immer mehr verstehen können.

Gudrun Dara Müller, Heilpraktikerin, Selbstheilungsberatung